Morris, Ball & Taylor

Als Bernhard von Limburger in der Wirtschaftswunderzeit den Deutschen erzählend das Golfspiel nahe bringen wollte, berichtete er auch von den Helden des Sports. Die Ruhmeshalle ist übrigens überraschend groß. Ein Name wird dabei immer an erster Stelle genannt: Old Tom Morris.

Quelle: Wikipedia, Old Tom Morris

Der Schotte Morris war sozusagen Urvater und Universalgenie des Golf. Er arbeitete als Schlägermacher, Greenkeeper und Golfplatz-Architekt, zeugte einen Golfchampion und spielte natürlich auch Golf. Er war der Custodian of the Links, ein Titel, der ihn in St. Andrews in etwa in den Rang eines Halbgotts versetzte. Erst sehr spät, nämlich 1976, fast sieben Jahrzehnte nach seinem Tod, wurde er offiziell golfheilig gesprochen und in die World Golf Hall of Fame aufgenommen.

Quelle: Wikipedia, John Ball

Ein weiterer Held in diesem Podcast ist der Engländer John Ball. Als ich mich mit Limburgers Tochter zum Interview traf, erzählte sie mir, dass sie keine Ahnung habe, wie ihr Vater damals, ohne die heutigen Möglichkeiten, an all die Informationen über diese alten Golfer herangekommen ist. Das ist tatsächlich erstaunlich. Gerade jetzt, wo ich diesen Blog schreibe, finde ich selbstverständlich einen Eintrag über Ball auf der englischen Wikipedia-Seite, aber keinen auf Deutsch.

Quelle: Wikipedia, J.H. Taylor

Biographie Nummer 3 beschäftigt sich mit einem alten Bekannten: J.H. Taylor. Wer den Podcast über die Anfänge des Profigolfs in Deutschland gehört hat, kennt die Schilderung von John Henry Taylor über die German Open auf einer Wiese in Baden-Baden, die eher einem Sumpf glich. Wenn man sich die Herren so anschaut, eingehüllt in Tweed, ausgerüstet mit Schlägern, deren Schäfte aus Holz waren und deren Schlägerköpfe bizarr klein aussehen, dann sieht man schon äußerlich, welch weiten Weg das Spiel seitdem genommen hat.

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