Golf zum Zählen, Feiern und Gendern

Berühmt, beliebt und besonders – der Herzogliche Golfclub Oberhof war alles.  Aber Thüringen war viele Jahre lang, wie überhaupt die gesamte DDR kein Ort, wo gegolft wurde. Die Kader trafen sich zwar zur Jagd, was darauf hindeutet, dass nicht alles, was als großbürgerlich gilt, von den Kommunisten abgelehnt wurde. Aber beim Golfen sah man Honecker und Mielke nie. Die Golfplätze in der DDR wurden 1951 platt gemacht. Der letzte war der Herzogliche Golfclub Oberhof.

Bernhard von Limburgers Beschreibungen sind da eine Reportage in eine Golfwelt, die untergegangen ist und nicht wieder auferstehen wird. Dann macht er sich Gedanken ob Golf ein Herr oder eine Dame ist. Wir ahnen schon, mit solchen Betrachtungen hat man sich wahrscheinlich beim Kaminfeuer im Oberhofer Clubhaus die Zeit vertrieben.

Golfer in Oberhof, Quelle http://www.herzoglicher-golfclub.de/index.html

Das erste Kapitel über das Zählen, bzw. die kreative Gestaltung von Scorekarten ist jedoch von ungebrochener Aktualität.

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