Inner Game of Golf

Eines der interessantesten Konzepte zur Verbesserung des Handicaps ist die Lehre vom „Inner Game„. Ihr Erfinder, der amerikanische Coach Timothy Gallwey hat sich die mentalen Prozesse in unserem Inneren genauer angeschaut und festgestellt, dass unser rationales Denken und Grübeln sowie intuitives Handeln und Fühlen gelegentlich miteinander konkurrieren. Gallwey überträgt diesen Ansatz auf verschiedenste Gebiete: Ski, Tennis, aber auch Musik oder Beruf. Beim Golfschwung geht es dann darum, die produktiven Kräfte zu entfalten und die destruktiven auszublenden.

In diesem Podcast treffe ich den Coach und Verleger Frank Pyko und lasse mir von ihm das Inner Game erklären. Die deutschsprachige Ausgabe des „Inner Game of Golf“ erscheint in seinem Verlag allesimfluss.

Thomas Ihm und Frank Pyko

Ich bin vor einigen Jahren durch einen Tipp auf das Inner Game aufmerksam geworden. Nachdem mich die vielen technischen Ratschläge eines Pros mich irgendwann an einen Zustand der Ratlosigkeit herangeführt hatten, suchte ich nach einem Weg, mich selbst korrigieren zu können.

Gallweys Methoden haben mir dabei sehr geholfen. Insbesondere zwei Anwendungen nutze ich immer wieder gern. Zum einen Da-Da-Da-Da. (Ich weiß, das klingt kindisch, aber jetzt kommt gleich die Erklärung!) Mit dem ersten „Da“ spreche ich den Ball an, das zweite markiert den Endpunkt des Rückschwungs, das dritte den Treffermoment und das letzte „Da“ das Ende der Schwungkurve. Man kann die Da’s leise murmeln oder in Gedanken sprechen, Hauptsache sie lenken von allen anderen Gedanken ab. Der Trick besteht darin, den ständig zweifelnden Geist mit einer simplen Aufgabe zu beschäftigen, so dass er sich nicht in den Schwung einmischt.

Die zweite Methode besteht darin, während des Schwungs leise zu summen. Es ist so eine Art Biofeedback. Sobald man sich verkrampft, unterbricht das Summen. Wenn man aber den Ton gleichmäßig und ruhig halten kann, schwingt man auch gleichmäßig und ruhig.

Interview mit Frank Pyko zum „Inner Game“

(Und wieder verstößt ein Podcast gegen das selbst gewählte Motto „Garantiert ohne Handicap-Verbesserung“. Was soll’s? Die meisten Anbieter versprechen einem Dinge, die sie nicht wirklich halten können.)

Aberglaube und Amulette, wirkt ein Golfarmband wirklich?

Bekanntlich steht „ach“ für Advancend Comprehensive Hearing, kurz „ach“ oder auf Deutsch „Fortgeschrittenes Umfassendes Hören“. (Das habe ich mir natürlich nur ausgedacht, wahr aber ist, das es mehr als einen Ach-Podcast zum Thema Golf gibt. Danke für den Hinweis und Grüße an das Team von Ach?-Podcast!)

Jetzt zum eigentlichen Thema. Der Golfkolumnist Eugen Pletsch beobachtete schon vor zwei Jahrzehnten ein Phänomen, dass Schwung und Glaube in fast idealer Weise zusammenführt: das Vertrauen-schenkende Golfarmband. (Die Geschichte befindet sich in seinem neuen Sammelband „Notizen eines Barfußgolfers„). Damals waren es Magnetarmbänder, heute sind es Bernstein- oder Duftarmbänder. Und morgen vielleicht Jadearmbänder oder Golfuhren mit Bernsteinfüllung?

Wunderbar oder Wunderband? Man beachte das Sichtfenster bei der Schließe. Bernstein!

Nachdem ich mir beim Surfen einen Cookie eingefangen hatte, begegnete mir das Golfarmband permanent auf allen Internetseiten.

Die Werbesprüche waren provozierend genug, um mein Interesse zu wecken. Nachdem ich vor viel zu langer Zeit bereits meinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, wusste ich: Altern ist nichts für Feiglinge. Und nun auch noch Golf? Und obwohl der Spötter in mir das ganze Thema schon als Hokuspokus abtun wollte, gab es da ein Stimmchen tief im Innersten, das mir zuflüsterte: probier es doch mal aus.

Das habe ich dann auch gemacht. Ich habe mir ein Textexemplar schicken lassen, es getragen, es dem harten Einsatz eines Kanonenstart-Turniers unterworfen und mich mit Experten beraten. Schließlich habe ich auch Josef Roysky, den Geschäftsführer von Wendestein befragt, der mir eine interessante Mental-Methode empfahl, in der das Armband zum einem Anker wird, der das Schwungerlebnis mit dem Schwungvertrauen verknüpft.

Das Golfarmband im Test – kann man Golferglück kaufen?